Keeling Kurve während COVID

Die Diskussion um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die CO2-Konzentration in der Atmosphäre und speziell auf die Keeling-Kurve ist komplex. Während der Pandemie im Jahr 2020 kam es zu einem deutlichen Rückgang der CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen um etwa 7% im Vergleich zum Vorjahr 2019. Dieser Rückgang führte zu einer Verlangsamung des Anstiegs der atmosphärischen CO2-Konzentration im Vergleich zu dem, was ohne die Pandemie passiert wäre. Allerdings war dieser Effekt zu klein und zu kurzlebig, um in den individuellen CO2-Aufzeichnungen, wie der Keeling-Kurve, deutlich sichtbar zu sein【5†source】.

Die Erhöhung der CO2-Konzentration im Jahr 2020 um 2,0 ppm (Teile pro Million) bei Mauna Loa, was einem Rückgang um 22% im Vergleich zum Anstieg im Jahr 2019 entspricht, lag dennoch nicht deutlich unter den Anstiegen anderer Jahre. Zum Beispiel stieg die CO2-Konzentration im Jahr 2014 ebenfalls um 2,0 ppm und im Jahr 2017 um 2,1 ppm. Die kurzfristigen Schwankungen im Wachstum der CO2-Konzentration werden hauptsächlich durch Wetterbedingungen beeinflusst, die das Pflanzenwachstum und Waldbrände, besonders in den Tropen, beeinflussen【5†source】.

Eine Analyse, die die erwarteten Veränderungen in den fossilen Brennstoffemissionen und die typischen Windmuster, die den überschüssigen CO2 in der Atmosphäre verteilen, berücksichtigt, deutet darauf hin, dass das Wachstum der CO2-Konzentration aufgrund der COVID-bedingten Emissionsreduktionen um etwa 0,4 ppm oder 14% verlangsamt wurde. Diese Verlangsamung stimmt sehr genau mit der tatsächlich beobachteten Verlangsamung überein, nachdem der Status von El Niño berücksichtigt wurde【5†source】.

Die Tatsache, dass die CO2-Konzentration trotz eines Rückgangs der Emissionen um 7% nur um einen ähnlichen Prozentsatz verlangsamt wurde, lässt sich durch natürliche Prozesse erklären, die überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre entfernen, bekannt als Senken. Etwa 50% des durch fossile Brennstoffe emittierten überschüssigen CO2 wird von diesen Senken aufgenommen. Die Senken reagieren jedoch nicht schnell auf Veränderungen der Emissionen, da sie hauptsächlich eine Folge der sich langsam aufbauenden überschüssigen CO2 in der Luft sind【5†source】.

Eine weitere Studie, die eine einfache Schätzmethode zur Bestimmung der kurzfristigen Veränderungsrate in der Tendenz der Keeling-Kurve verwendet, nutzt eine zentrierte 1-Jahres-Gleitfenster-Methode. Diese Methode hilft, die jährlichen Schwankungen in der CO2-Konzentration zu glätten und bietet einen konsistenten Ansatz zur Beurteilung kurzfristiger Trends【6†source】.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die COVID-19-Pandemie zwar einen messbaren, aber im Kontext der langfristigen Trends geringen Effekt auf die atmosphärische CO2-Konzentration hatte. Die natürlichen Prozesse, die CO2 aus der Atmosphäre entfernen, sowie andere Faktoren wie Wetterbedingungen und El Niño spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der jährlichen Schwankungen der CO2-Konzentration. Die Diskussionen und Analysen von Wissenschaftlern wie denen von Scripps Institution of Oceanography und anderen in den genannten Quellen bieten einen tieferen Einblick in die Komplexität dieses Themas【5†source】【6†source】【7†source】.